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Das „meisje“ ist zurück im Mauritshuis

Johannes Vermeer, 1632-1675 Meisje met de parel, c. 1665 Doek, 44,5 x 39 cm Den Haag, Mauritshuis

Johannes Vermeer, 1632-1675 Meisje met de parel, c. 1665 Doek, 44,5 x 39 cm Den Haag, Mauritshuis

Die wohl berühmteste Einwohnerin Den Haags kehrt in diesen Wochen wieder zurück in ihre Heimat: nach fast zwei Jahren wird Jan Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohring“ wieder seinen angestammten Platz in der königlichen Gemäldegalerie Mauritshuis in Den Haag einnehmen. Zuvor war das berühmte Gemälde gemeinsam mit anderen Exponaten des Mauritshuises auf Welttournee gewesen und hatte in Japan, den USA und Italien rund 2,2 Millionen Besucher angelockt.

Seine Heimat musste das Mädchen mit dem Perlenohrring verlassen, weil das Mauritshuis zwei Jahre lang umfangreich renoviert und umgebaut wurde. Wenn die Königliche Gemäldegalerie am 27. Juni wieder ihre Türen öffnet, gibt es einen royalen Empfang für das berühmte Gemälde: König Willem-Alexander der Niederlande wird der Eröffnung beiwohnen. In dem renovierten und vergrößerten Museum ist die weltberühmte Gemäldesammlung dann wieder für Besucher zugänglich. Am Tag der Wiedereröffnung ist der Eintritt im Anschluss an die offiziellen Feierlichkeiten für alle Besucher bis Mitternacht kostenlos.

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Was erwartet das kunstinteressierte Publikum? Nun, die auffälligste Änderung wird sein, dass sich die Besucher nicht mehr wie Diebe in der Nacht durch einen versteckten Dienstboteneingang in das Museum schleichen müssen, sondern – wie es sich gehört – auf dem Vorplatz des Museums mittels Treppe oder Lift in ein lichtdurchflutetes Foyer schreiten dürfen. Die zweite Änderung: Durch eine unterirdische Verbindung zu einem weiteren Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat das renovierte Mauritshuis nun eine doppelt so große Fläche wie zuvor.

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Am besonderen Charakter der königlichen Gemäldegalerie hat sich dadurch wenig geändert: Der Entwurf des Architekten Hans van Heeswijk bewahrt die einzigartige häusliche Atmosphäre im altehrwürdigen Gebäude. Im neuen Museumsteil, dem „Royal Dutch Shell“-Flügel, befinden sich ein großer Ausstellungsraum, das Museumscafé und der Museumsshop, sowie Bildungsräume, eine Bibliothek und ein Veranstaltungsraum.

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Ein essentieller Teil der Baumaßnahmen war die Renovierung des historischen Mauritshuis‘. So wurde das Monument technisch auf den neuesten Stand gebracht und äußerlich wieder stärker an den ursprünglichen Entwurf aus dem 17. Jahrhundert von Architekt Jacob van Campen angeglichen. Die Eröffnungsausstellung veranschaulicht die Geschichte des Mauritshuis‘ und seiner Bewohner und wird im neuen Flügel des Museums gezeigt. Sie ist dabei eine passende Hommage an die reiche Geschichte des alten Gebäudeteils. Im Mittelpunkt aber werden nach wie vor die wunderbaren Gemälde stehen, wie etwa Paulus Potters „Der Stier“ von 1647 – und natürlich das „Meisje met de Parel“, um das sich wieder Besucher aus aller Welt scharen werden.

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Der Eintritt für Erwachsene kostet 14 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre ist der Eintritt kostenlos. Das Mauritshuis hat geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr. Bis 1. November 2014 hat das Mauritshuis auch montags geöffnet, ebenfalls von 10 bis 18 Uhr.

Besucheradresse: Mauritshuis, Plein 29, 2511 CS Den Haag

Weitere Informationen: www.mauritshuis.nl (auf Englisch)

Frida van Dongen, Mai 2014. Bildhinweise: 1. Johannes Vermeer, 1632-1675, Meisje met de parel, c. 1665, Doek, 44,5 x 39 cm, Den Haag, Mauritshuis. 2. Johannes Vermeer, 1632-1675, Gezicht op Delft, c. 1660-1661, Doek, 96,5 x 115,7 cm, Den Haag, Mauritshuis. 3. Ralf Johnen vor einer Miniatur des Mauritshuis‘ in Madurodam, Bild: Frida van Dongen. 4. Mauritshuis, Bild: NBTC,  3. Paulus Potter, 1625-1654, De stier, 1647, Doek, 235,5 x 339 cm, Den Haag, Mauritshuis

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